Heidemarie Hatheyer
44 Filme · 3 Serien
- Bekannt für
- Schauspiel
- Geboren
- 8. Apr. 1918
- Gestorben
- 11. Mai 1990 (72 Jahre)
- Geburtsort
- Villach, Carinthia, Austria
- Auch bekannt als
- Heide Marie Pia Nechansky
Biografie
Heidemarie Hatheyer, geboren aus Diskretionsgründen in einem Villacher Sanatorium als Heide Marie Pia Nechansky, das Kind einer außerehelichen Verbindung der in Klagenfurt ansässigen Eltern Helene Maria Nechansky geb. Feucht und Paul Hatheyer, wuchs als „Adoptivtochter“ ihrer später miteinander verheirateten Eltern im „Hatheyer-Haus“ am Heuplatz in Klagenfurt neben der vom Großvater Paul Hatheyer gegründeten Seifenfabrik auf.
Statt nach der Reifeprüfung die eigentlich beabsichtigte Journalistenlaufbahn einzuschlagen, nahm sie Schauspielunterricht bei Anna Kainz in Wien und begann, nachdem sie als Kind bereits in einer Zwergenrolle im nahen Stadttheater Klagenfurt Theaterluft geschnuppert hatte, ihre Bühnenlaufbahn an einem Wiener Kabarett am Naschmarkt. Mit einer kleinen Mohrenrolle an der Seite von Zarah Leander in Ralph Benatzkys Operette Axel an der Himmelstür am nahen Theater an der Wien nahm sodann eine außerordentliche Schauspielkarriere ihren Anfang. Bereits im Jahr darauf brachte Otto Falckenberg sie an die Münchner Kammerspiele, wo sie großen Erfolg als Anuschka in Richard Billingers Stück Der Gigant und als Johanna in George Bernard Shaws Heiliger Johanna hatte. Im Jahr 1942 wurde sie von Gustaf Gründgens an das Preußische Staatstheater Berlin engagiert.
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Für den Film wurde Hatheyer von Luis Trenker für seinen Film um die Matterhorn-Erstbesteigung Der Berg ruft (1938) entdeckt. Es folgten dann vor allem 1940 Die Geierwally, als die sie berühmt wurde, und Der große Schatten (1942), in dem sie eine schwangere Theaterunschuld verkörperte.
Problematisch wurde für Hatheyer die Mitwirkung bei dem nationalsozialistischen Propagandafilm Ich klage an (1941), in dem sie die Rolle der hoffnungslos kranken Hanna Heyt spielte. Bei dem Film Wolfgang Liebeneiners handelt es sich um ein über zwei Stunden langes, tückisch-infames, weil sehr suggestiv inszeniertes Plädoyer für die als humane Sterbehilfe getarnte Euthanasie, das, versehen mit den Prädikaten „künstlerisch besonders wertvoll“ und „volksbildend“, massenwirksam die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ als nützlich für die „Volksgemeinschaft“ propagierte.Hatheyers Spiel war derart angelegt, dass der Zuschauer, angerührt durch ihr Leid, sich mit ihrem Todeswunsch identifizieren oder ihm doch aus Mitleid zustimmen konnte. Damit wurde auch ihre Tötung durch den Ehemann verständlich gemacht. Nach 1945 wurde Hatheyer durch die Alliierte Militärkommission mit einem Drehverbot belegt, da man sie der „indirekten Mittäterschaft“ an den Massenmorden des Dritten Reichs bezichtigte. Nach ihrer Erklärung, sie sei zu ihrer Rolle der unheilbar Kranken gezwungen worden, erhielt sie kein völliges Berufsverbot: Ihr wurde gestattet, weiterhin am Theater zu arbeiten, und es folgten Hauptrollen im Bayerischen Staatsschauspiel und an der Kleinen Komödie in München sowie Verpflichtungen ans Thalia Theater in Hamburg, ans Renaissance-Theater in Berlin und ab 1952 zu Gastspielen am Berliner Schillertheater. Während Liebeneiner, der Regisseur des bis heute nicht allgemein zugänglichen Films, bereits 1947 ohne Auflagen entnazifiziert wurde, erfolgte die Aufhebung von Heidemarie Hatheyers Drehverbot erst zwei Jahre später. Ab 1955 war sie bis 1983 ständiges Mitglied am Zürcher Schauspielhaus.
Quelle: Wikipedia
Profile IMDb
Bekannt aus
Heidemarie Hatheyer: Filme und Serien
Schauspiel (47)
- 1988 Martha Jellneck
als Martha Jellneck
- 1980
- 1979
- 1977 Auf dem Chimborazo
als Dorothea
- 1976
- 1975 Die Herausforderung
als Lisa Sander
- 1972
- 1970
- 1964 Heiß weht der Wind
als Ann Bradley
- 1964 Andorra
als Senora
- 1964 Elektra
als Klytämnestra
- 1961 Ruf der Wildgänse
als Amelia Gare
- 1960 Familie
als Klara Huber
- 1959 Blühende Träume
als Isobel
- 1958 Solange das Herz schlägt
als Frau Römer
- 1958 Die letzte Station
als Anna Walter
- 1957 ...und führe uns nicht in Versuchung
als Frau Hudetz
- 1957 Glücksritter
als Renate Bergmann
- 1956 Der Meineidbauer
als Paula Roth
- 1956 Tierarzt Dr. Vlimmen
als Truus Dautzenberg
- 1956 Die Ehe des Dr. med. Danwitz
als Christa Hambach
- 1955 Du darfst nicht länger schweigen
als Salvör
- 1955 Die Ratten
als Anna John
- 1955 Liebe ohne Illusion
als Christa
- 1954 Sauerbruch – Das war mein Leben
als Olga Ahrends
- 1953 Pünktchen und Anton
als Frau Gast, Antons Mutter
- 1952 Mein Herz darfst Du nicht fragen
als Anna Lohmann
- 1952 Das letzte Rezept
als Anna Falkner
- 1951 Dr. Holl
als Helga Römer, Holls Verlobte
- 1950 Vom Teufel gejagt
als Maria Hendrix
- 1950 Der Mann, der zweimal leben wollte
als Maria Monnard
- 1950 Regimentsmusik
als Gabriele von Wahl
- 1950
- 1950 Dieser Mann gehört mir
als Fita Busse
- 1949 Begegnung mit Werther
als Lotte
- 1949 Wohin die Züge fahren
als Fanny Förster
- 1945 Die Jahre vergehen
als Frau Irene Behrendsen
- 1944
- 1943 Man rede mir nicht von Liebe
als Pamela Keith
- 1942 Der große Schatten
als Gisela Ahrens
- 1942 Die Nacht in Venedig
als Annemarie Pleß, Stenotypistin
- 1941 Ich klage an
als Hanna Heyt
- 1940 Die Geierwally
als Wally Fender ( Geierwally )
- 1939 Ein ganzer Kerl
als Jule
- 1939 Zwischen Strom und Steppe
als Maria
- 1938 Frau Sixta
als Anna, Kellnerin
- 1938 Der Berg ruft
als Felicitas
Talkshows und Auftritte (3)
- 1974 Der große Preis
1 Folge
- 1963 Blick zurück im Film
1 Folge
- 1951 Deutscher Filmpreis
2 Folgen